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Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr

Einen Anspruch auf unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr haben schwerbehinderte Menschen mit einem GdB von mindestens 50, die in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt (Merkzeichen G), hilflos (Merkzeichen H) oder gehörlos (Merkzeichen Gl ) und im Besitz eines Beiblattes mit einer Wertmarke sind.

Für die Wertmarken sind eine Eigenbeteiligung in Höhe von 72,- Euro (ab 01.01.2016: 80,- Euro) für ein Jahr oder 36,- Euro (ab 01.01.2016: 40,- Euro) für 1/2 Jahr zu entrichten. Von dieser Eigenbeteiligung werden Blinde, Hilflose sowie schwerbehinderte Menschen, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem Zweiten Buch (Grundsicherung für Arbeitssuchende) oder Leistungen nach dem Dritten und Vierten Kapitel des Zwölften Buches (Sozialhilfe), dem Achten Buches- (Kinder- und Jugendhilfe) Sozialgesetzbuch oder den §§ 27a und 27d des Bundesversorgungsgesetzes beziehen, befreit. Ferner sind unter bestimmten Voraussetzungen Schwerkriegsbeschädigte, Versorgungs- und Entschädigungsberechtigte unentgeltlich zu befördern.

Hinweis zur Eigenbeteiligung:
Gem. § 145 Abs. 1 Satz 4 SGB IX erhöht sich ab dem 01.01.2016 die Eigenbeteiligung für die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr von bisher 72,- Euro auf 80,- Euro für ein Jahr und von bisher 36,- Euro auf 40,- Euro für 1/2 Jahr. Liegt dieser Zeitpunkt innerhalb der Gültigkeitsdauer einer bereits ausgegebenen Wertmarke, ist der höhere Betrag erst im Zusammenhang mit der Ausgabe der darauf folgenden Wertmarke zu entrichten. Für den Übergang werden bei den bereits verschickten Zahlungsaufforderungen mit den alten Beträgen Einzahlungen in dieser Höhe noch akzeptiert. Es erfolgt keine Nacherhebung. Ansonsten werden Wertmarken nur noch bei Zahlung der neuen Beträge ausgegeben.

Im Nah- und Fernverkehr wird eine Begleitperson unentgeltlich (ohne Eigenbeteiligung) befördert, wenn die Notwendigkeit ständiger Begleitung (Merkzeichen B) im Ausweis bescheinigt ist.

Auskünfte erteilen die Außenstellen des Landesamtes für Soziales, Jugend und Familie.

Hinweis zum bisherigen Streckenverzeichnis:

  • Durch eine Rechtsänderung ab dem 01.01.2012 werden bei Benutzung der Deutschen Bahn keine Streckenverzeichnisse mehr benötigt.
  • Als Fahrausweis dienen allein der grüne Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem halbseitigem Flächenaufdruck und das Beiblatt mit gültiger Wertmarke.
  • Die Freifahrtberechtigung besteht in allen Zügen des Nahverkehrs der Deutschen Bahn: Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE) und Interregio-Express (IRE) in der zweiten Klasse.
  • Eine Nutzung von Fernverkehrszügen mit dem grünen Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem halbseitigem Flächenaufdruck und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke ist in der Regel auch weiterhin nicht möglich.
  • Auch außerhalb von Verkehrsverbünden ist die Beförderung nicht mehr auf den Umkreis von 50 km um den Wohnort beschränkt.
  • Laut vorliegenden Informationen der Deutschen Bahn werden schwerbehinderte Menschen (mit dem grünen Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem halbseitigem Flächenaufdruck und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke), unabhängig vom Wohnort, auch in Zügen von nichtbundeseigenen Eisenbahnen unentgeltlich befördert.
  • Keine Änderung gibt es beim Kreis der freifahrtberechtigten Personen.
Ein Streckenverzeichnis wird daher nicht mehr ausgestellt.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter:

Mobilitätsservicetelefon: 01805-512512 oder auf der Seite der Bahn AG

http://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/barrierefreies_reisen_handicap.shtml?et_cid=940&et_lid=488382

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