klar

Fachtagungen "Entwicklungen in der Eingliederungshilfe - Perspektiven der individuellen Zielplanung

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit und der Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung haben am 04., 16. und 23. Februar 2010 auf mehreren Fachtagungen ihre Vorstellungen zur Einführung einer individuellen Zielplanung sowie den Leitfaden zur individuellen Zielplanung Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Menschen mit Behinderung, der Leistungserbringer sowie der niedersächsischen Sozialämter vorgestellt und zur Diskussion gestellt.

Das Programm der Tagungen finden Sie hier .

- Die damalige Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit - Frau Ross-Luttmann (MdL) hat in Ihrem Grußwort vom 04.02.2010 die große Bedeutung des Gesamtplanes und der Zielplanung im System der Eingliederungshilfe herausgestellt. Außerdem hat Sie in Ihrer Rede vom 18.02.2010 gegenüber dem Niedersächsischen Landtag die besondere Tragweite dieser Tagung betont. Der Niedersächsische Landtag hat in derselben Sitzung eine Entschließung angenommen, die individuelle Teilhabeplanverfahren unter aktiver Beteiligung der Betroffenen sowie den Abschluss von Zielvereinbarungen als Grundlage des Teilhabemanagements fordert (Landtagsdrucksache 16/1742 u und Stenographische Berichte 16. Wahlperiode - 63. Plenarsitzung am 18. Februar 2010 Seite 7896)

- Die Zielplanung aus Sicht der Betroffenen hat Herr Finke - Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung bzw. sein Vertreter Herr Jähnert vorgestellt. Sie haben z. B. die hohe Bedeutung der Zielplanung für ein transparentes Verfahren sowie die gemeinsamen Interessen der Menschen mit Behinderung und der Träger der Sozialhilfe herausgestellt. (Vortrag vom 04.02., 16.02. und 23.02.2010) .

- Als Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hat Herr Drefs die Sicht der Leistungsanbieter vertreten. Er hat u. a. den Wunsch nach einem gemeinsamen Vorgehen von Leistungsanbietern und Leistungsträgeren bei der Hilfeplanung in den Mittelpunkt gestellt. Einige weitere Schwerpunkte waren die Verwirklichung des Wunsch - und Wahlrechts der Leistungsberechtigten und die Notwendigkeit, bedarfsgerechte Leistungen zu gewähren.
(Vortrag vom 04.02., 16.02. und 23.02.2010)

- Die Sicht des Trägers der Sozialhilfe hat in den ersten beiden Tagungen Herr Welp - Fachgruppenverantwortlicher Sozialhilfe im Landessozialamt präsentiert. Er hat z. B. die Hilfeplanung als Instrument zur stärkeren Angleichung der Lebensverhältnisse von Menschen mit Behinderung an die Lebensverhältnisse nichtbehinderter Menschen in den Vordergrund gestellt. Außerdem hatte er anhand eine Vergleiches zwischen Niedersachsen, anderen deutschen Bundesländern und dem Ausland belegt, dass in Deutschland zu wenig ambulante und zuviel stationäre Leistungen gewährt werden. Auch dies kann nur über individuelle Hilfeplanung geändert werden. (Vortrag vom 04.02. und 16.02.2010 mit Präsentation )

In der dritten Tagung hat Herr Selle - Sozialdezernent des Landkreises Osnabrück) die Position der Sozialhilfeträger dargestellt. Dies geschah anhand des praktischen Vorgehens des Landkreises Osnabrück bei der Umsetzung der Hilfeplanung zur Gewährung passgenauer Hilfen und Sicherung von bedarfsorientierten Leistungsangeboten (Vortrag vom 23.02.2010) .


Frau Ross-Luttmann im Gespräch
Frau Ross-Luttmann im Gespräch
Herr Koch -Stadtrat- bei der Begrüßung
Stadtrat Herr Koch bei der Begrüßung
Landrat Manfred Hugo
Herr Hugo (Landrat)
Herr Armborst (Ministerialrat)
Herr Armborst (Ministerialrat)
Die Arbeitsgruppe, die den Leitfaden entwickelt und die Workshops moderiert hat
Die Arbeitsgruppe, die den Leitfaden entwickelt und die Workshops moderiert hat
Herr Finke (Landesbeauftragter für behinderte Menschen)
Herr Finke (Landesbeauftragter für behinderte Menschen)
Herr Drefs (LAG Freie Wohlfahrtspflege)
Herr Drefs (LAG Freie Wohlfahrtspflege)
Herr Jähnert (Büro des Landesbeauftragten für behinderte Menschen)
Herr Jähnert (Büro des Landesbeauftragten für behinderte Menschen)
Ltd. Reg.-Direktor Herr Welp (Landessozialamt)
Ltd. Reg.-Direktor Herr Welp (Landessozialamt)
Herr Selle (Kreisrat)
Herr Selle (Kreisrat)
Herr Jordan (Regionsrat)
Herr Jordan (Regionsrat)

Workshops haben zu folgenden Themen stattgefunden:

- Workshop 1 „Erfahrungen und Vorstellungen der Betroffenen zur Beteiligung an der Hilfeplanung"
- Workshop 2 „Standardisierte Angebote und passgenaue Hilfe"
- Workshop 3: „Hilfe- und Zielplanung - nur unnötige Bürokratie und/oder Steuerungsinstrument?"

Hier geht es zu einer weiteren Bildergalerie

Beamer mit Lichtstrahl

© M.Tomczak - Fotolia.com

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln