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Anerkennungsverfahren von im Ausland abgeschlossenen Ausbildungen

Anerkennungsverfahren von im Ausland abgeschlossenen Ausbildungen

Sollten Sie an einer Anerkennung Ihrer im Ausland abgeschlossenen Aus- oder Weiterbildung in einem der unter der Rubrik Gesundheitsfachberufe aufgeführten Gesundheitsfachberufe bzw. dort aufgeführten Weiterbildungen interessiert sein, so nutzen Sie bitte ausschließlich den nebenstehenden Antragsvordruck und senden uns diesen vollständig ausgefüllt mit den entsprechenden Unterlagen postalisch zu. Nach vollständigem Antragseingang wird von uns geprüft, ob Ihre Aus- oder Weiterbildung abgeschlossen, vergleichbar und mit der entsprechenden deutschen Aus- oder Weiterbildung gleichwertig ist. Sie erhalten durch uns dann einen ausführlichen, individuellen Feststellungsbescheid.

Dem Antrag sind zwingend folgende Unterlagen beizufügen:

  • Einen tabellarischen und unterschriebenen Lebenslauf in deutscher Sprache
  • Identitätsnachweis (Personalausweis/Reisepass)
  • Ihr Diplom in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung sowie ggf. eine Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung in Ihrem Herkunftsstaat in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU genügt zunächst die Vorlage des Diploms / Ihrer Berechtigung in Ihrer Heimatsprache.)
  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung aus der die Noten sowie die theoretischen und praktischen Unterrichtsfächer mit Stundenumfang der Ausbildung / des Studiums hervorgehen.

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)
  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung über die während der Ausbildung / des Studiums absolvierten Praktika mit Angaben zu den Tätigkeitsmerkmalen, Noten und dem Stundenumfang.

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)
  • Ein individualisiertes Curriculum mit aufgeschlüsselten Inhalten

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)
  • Sollten Sie noch keinen Wohnsitz in Niedersachsen haben, sondern die Absicht in Niedersachsen einer Ihrer beantragten Berufsbezeichnung entsprechende Tätigkeit ausüben zu wollen: Unterlagen, die die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichtserklärung in Niedersachsen arbeiten zu wollen belegen. Zum Beispiel: Stellengesuche, Bewerbungsschreiben oder Kontaktaufnahmen einer beauftragten Personalvermittlungsagentur
  • Sonstige Befähigungsnachweise, sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit geeignet sind in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung

Wichtig! Alle Dokumente sind mittels beglaubigter Kopie vorzulegen. Amtlich beglaubigte Kopien können von jeder öffentlichen Stelle ausgestellt werden, die ein Dienstsiegel führt. Dies sind insbesondere folgende Institutionen: Behörden (Stadt-, Gemeinde, Kreisverwaltungen), Diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, die Botschaft des Landes, aus dem das Dokument stammt, sonstige zur amtlichen Beglaubigung befugte Stellen (öffentliche Sparkassen, Notare, Pfarrämter). Nicht: Übersetzer, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.

Akzeptiert werden können nur Übersetzungen, die in Deutschland oder im Ausland von einem / einer öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/-in oder Übersetzer/-in angefertigt wurden. Im Ausland angefertigte Übersetzungen müssen von einer Institution stammen, die in diesem Land zu einer vereidigten Übersetzung (oder einem Äquivalent dazu) befugt ist.

Nur bei Bedarf werden von uns folgende Unterlagen zusätzlich angefordert:

  • Nachweise über bereits vorhandene Berufserfahrung in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung.
  • Konformitätsbescheinigung des Heimatstaates.

Hinweis: Kann die Gleichwertigkeit festgestellt werden, müssen Sie in einem gesonderten Verfahren zur Erteilung der entsprechenden Berufsurkunde Ihre gesundheitliche Eignung und Ihre Zuverlässigkeit durch entsprechende Unterlagen nachweisen sowie über entsprechende Deutschkenntnisse verfügen. Bzgl. der deutschen Sprachkenntnisse müssen Sie nachweisen, dass Sie über Kenntnisse mindestens dem Niveau B2 - in der Logopädie C1 - (gemäß dem Europäischen Referenzrahmen) verfügen. Um zusätzliche Kosten für Sie zu vermeiden, legen Sie uns diese Unterlagen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bitte noch nicht vor. Wir fordern Sie hierzu gesondert auf.

Kosten, die im Wege des behördlichen Anerkennungsverfahrens auf Sie zukommen:

Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU, für die eine automatische Anerkennung gesetzlich vorgesehen ist, fallen für Sie lediglich Kosten für das Verfahren der Urkundenerteilung an. Die Gebühr beträgt derzeit 53,- Euro.

Bei allen anderen Anträgen richtet sich die Höhe der Gebühr für einen Feststellungsbescheid nach dem tatsächlichen Arbeitsaufwand. In der Regel müssen Sie für einen Feststellungsbescheid jedoch mit Kosten in Höhe von ca. 200,- Euro rechnen. Damit Ihre Ausbildung inhaltlich bewertet werden kann, sind oftmals externe fachliche Gutachten erforderlich. Die zentrale Gutachtenstelle in Bonn erhebt derzeit pro Gutachten eine Gebühr in Höhe von bis zu 515,- Euro. Diese Kosten werden durch uns verauslagt, müssen von Ihnen aber - zusätzlich zu den Gebühren des Feststellungsbescheides - erstattet werden. Kann eine vollständige Gleichwertigkeit nachgewiesen werden, kommen weitere Kosten in Höhe von derzeit 53,- Euro für das Verfahren der Urkundenerteilung auf Sie zu.

Bitte beachten Sie, dass Bearbeitungsgebühren auch bei einer Ablehnung oder Zurückziehung des Antrages ganz oder teilweise anfallen können.

Kosten für Übersetzungen, Ausgleichsmaßnahmen etc. sind ebenfalls durch Sie zu tragen, können von uns aber nicht beziffert werden.

Informationen zum Anerkennungszuschuss des Bundes erhalten Sie hier:

https://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/anerkennungszuschuss.php

Auch das IQ-Netzwerk Niedersachsen berät Sie in Sachen Anerkennung und Qualifizierung:

http://www.migrationsportal.de/

Bitte schicken Sie Ihren Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit eines nichtärztlichen Gesundheitsfachberufs postalisch an folgende Anschrift:

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Lüneburg
Postfach 2280
21312 Lüneburg

Telefonisch erreichen Sie uns unter der Telefonnummer: 04131 - 15 - 0 (montags - donnerstags zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr, freitags und vor Feiertagen zwischen 09:00 Uhr und 12:00 Uhr)



Über folgendes Kontaktformular können Sie uns erreichen:

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