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Stärkung der ambulanten Pflege im ländlichen Raum

Mit dem Fortschreiten des demografischen Wandels steigt die Zahl der Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf kontinuierlich. Von diesen Veränderungen sind in einem besonderen Maße ländliche Gebiete betroffen. Den größten Zuwachs an Pflegebedürftigen haben dabei ambulante Pflegedienste.

Um vor diesem Hintergrund die häusliche Versorgung langfristig sicherzustellen und damit dem in § 3 SGB XI formulierten Grundsatz des Vorrangs der häuslichen Pflege gerecht zu werden, müssen die Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege und die Arbeitsbedingungen in den Diensten verbessert werden.

Aus diesem Grund gewährt das Land Zuwendungen für nachhaltige, über den Förderzeitraum hinaus wirksame Projekte insbesondere in den folgenden Schwerpunktbereichen:

1. Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen

2. Kooperation und Vernetzung

3. Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Pflegekräfte

4. Einführung von technischen und EDV-basierten Systemen


Für eine Förderung müssen folgende Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sein:

  • die Antragstellenden sind Träger einer ambulanten Pflegeeinrichtung mit Versorgungsvertrag (zugelassene Pflegeeinrichtung) und Sitz in Niedersachsen
  • die Mehrheit der Pflegestandorte liegt außerhalb der Landeshauptstadt Hannover sowie der Städte Braunschweig, Oldenburg, Osnabrück, Wolfsburg, Göttingen, Hildesheim, Salzgitter, Wilhelmshaven, Delmenhorst, Lüneburg und Celle
  • die ambulante Pflegeeinrichtung ist tarifgebunden oder entlohnt ihre Beschäftigten tarifgerecht.


Hinweis: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass eine Beteiligung externer Anbieter/Dienstleister für die Antragstellung nicht erforderlich ist.


Fortbildungen/Coachings/Workshops werden nur bis zu einer bestimmten Höchstgrenze gefördert. Als Höchstgrenze gelten hierbei 1.000,00 € pro 8-Stunden-Tag inklusive Mehrwertsteuer und Vor- und Nachbereitung (125,00 €/Stunde) exklusive Fahrtkosten und Spesen. Fahrtkosten und Spesen sind in Höhe der steuerlichen Bestimmungen zuwendungsfähig. Bezugnehmend auf die Niedersächsische Reisekostenverordnung und das Einkommensteuergesetz sind folgende Fahrtkosten und Spesen angemessen und werden entsprechend bezuschusst:

  • für Fahrten mit einem Kraftfahrzeug 30 Cent je Kilometer zurückgelegter Strecke,

  • für Fahrten mit regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln die tatsächlichen Kosten in der niedrigsten Beförderungsklasse,

  • für Flüge die tatsächlichen Flugkosten für die niedrigste Flugklasse, wenn aus wirtschaftlichen Gründen ein Flugzeug genutzt wird,

  • für Verpflegung pauschal 24,00 Euro bei ganztägiger Abwesenheit, 12 Euro für eine mehr als 8 stündige Abwesenheit,

  • für Übernachtungen werden 80,00 Euro pauschal für angemessen anerkannt, darüber hinausgehend Übernachtungskosten werden anerkannt soweit sie unvermeidbar sind.

Darüber hinausgehende Ausgaben sind durch Eigenmittel zu decken.


Nebenstehend finden Sie alle für den Antrag benötigten Unterlagen sowie weitere Informationen zum Förderprogramm.

Den Antrag senden Sie bitte vorab per E-Mail an:team4SL1@ls.niedersachsen.de

und schließlich auf dem Postweg an:

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

- Außenstelle Lüneburg -

Team 4 SL 1

Auf der Hude 2

21339 Lüneburg


Bei zuwendungsrechtlichen Fragen wenden Sie sich gerne über untenstehendes Kontaktformular oder telefonisch an folgende Mitarbeiterinnen:

Claudia Aschenbroich, Telefon: 04131 - 15 3224

Christel Büttner, Telefon: 04131 - 15 3221

Susanne Minks, Telefon: 04131 - 15 3227


Für fachliche Fragen und Beratung steht Ihnen auch gerne Frau Antje Mutz (Tel.: 0511/120-5830) vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zur Verfügung.




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