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Stiftung Anerkennung und Hilfe

Stiftung Anerkennung und Hilfe

Für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an Folgewirkungen leiden.

Infos für Betroffene

In stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. der Psychiatrie kam es in der Vergangenheit zu Leid und Unrecht. Viele Menschen, die als Kinder oder Jugendliche dort untergebracht waren, leiden noch heute an den Folgen, z. B. von ungerechtfertigter Zwangsmaßnahmen, Gewalt, Strafen, Demütigungen oder unter finanziellen Einbußen, weil sie sozialversicherungspflichtig in den Einrichtungen gearbeitet haben, ohne dass dafür in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Um diese Menschen zu unterstützen, haben der Bund, die Länder und die Kirchen die Stiftung Anerkennung und Hilfe ins Leben gerufen.

Wer kann sich anmelden?

Um sich anmelden zu können, müssen Personen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Die Anmeldung ist bis zum 31. Dezember 2019 möglich.

Anmelden können sich Personen, die als Kinder oder Jugendliche während der Unterbringung in einer stationären Einrichtung der Behindertenhilfe bzw. der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an Folgewirkungen leiden und/oder Personen, die im Zeitraum zwischen dem vollendeten 14. Lebensjahr und dem vollendeten 18. bzw. 21. Lebensjahr (Volljährigkeit) in der bzw. für die Einrichtung gearbeitet haben, ohne dass für die Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden.

Welche Einrichtungen sind gemeint?

Zur damaligen Zeit war weder in der Bundesrepublik Deutschland noch in der DDR die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen einheitlich geregelt. Zudem gab es viele Bezeichnungen für die verschiedenen Einrichtungen. Daher muss zunächst im Gespräch mit der Anlauf- und Beratungsstelle geklärt werden, ob eine Einrichtung in die Zuständigkeit der Stiftung fällt.

Als stationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe gelten grundsätzlich nichtklinische Einrichtungen zur Betreuung, Förderung oder Pflege von Menschen mit Behinderungen, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner tagsüber und nachts aufhielten und die alle Lebensbereiche (Wohnen, Arbeit, Freizeit) umfassten.

Anlauf- und Beratungsstellen

In Niedersachsen werden ab 1. April 2017 drei Anlauf- und Beratungsstellen eingerichtet. Diese befinden sich in Braunschweig, Hannover und Oldenburg. Diese begleiten Betroffene durch ein persönliches Beratungsgespräch bei der Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte, unterstützen sie bei der Anmeldung der Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen und berät Betroffene im Hinblick auf ergänzende Angebote und Leistungen der Regelsysteme bzw. anderer Hilfesysteme:

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie

  • Außenstelle Braunschweig, Schillstraße 1, 38102 Braunschweig, Tel.: 0531 / 7019-0 und 7019-165
  • Außenstelle Hannover, Schiffgraben 30-32, 30175 Hannover, Tel.: 0511 / 89701-0
  • Außenstelle Oldenburg, Moslestr. 1, 26122 Oldenburg, Tel.: 0441 / 2229-0 und 2229-7600

Koordinator für die Anlauf- und Beratungsstellen: Herr Schwieger Tel. 0175 5965614

Für grundsätzliche Fragen stehen in der Hauptstelle in Hildesheim Herr Matthias Wehrmeyer (Tel. 05121 /304-728) und Herr Reiner Bucksch (Tel. 05121 /304-0) zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Stiftung-Anerkennung-und-Hilfe/stiftung-anerkennung-und-hilfe.html"



Frau hält ein Schild mit der Beschriftung "Hilfe und Beratung"  
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