klar

Stellenausschreibung

Im Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte (LBZH) Braunschweig

ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Dienstposten

der Leiterin oder des Leiters der Abteilung 1
(Studiendirektorin / Studiendirektor)
Besoldungsgruppe A 15 NBesG

neu zu besetzen.

Eine Ernennung zur Studiendirektorin / zum Studiendirektor kann erst erfolgen, wenn alle beamtenrechtlichen und personalwirtschaftlichen Voraussetzungen vorliegen.

Die Bewerberin / der Bewerber muss die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für das besondere Lehramt an Förderschulschulen mit dem Förderschwerpunkt Hören in den Landesbildungszentren für Hörgeschädigte gemäß § 11 NLVO-Bildung erfüllen.

Sie oder er soll aufgrund ihrer / seiner bisherigen Tätigkeit in der Lage sein, die Leitung der Abteilung 1 des Landesbildungszentrums eigenverantwortlich zu übernehmen.

Gleichzeitig ist mit diesem Dienstposten die Abwesenheitsvertretung der Direktorin / des Direktors des Landesbildungszentrums in der Abteilung 1 verbunden.

Im Zuge einer in Vorbereitung befindlichen Umbildung der heutigen Abteilung 1 „Pädagogische Audiologie, Frühförderung, Wohnen"

ist beabsichtigt, diese zu einem

„Zentrum für Beratung, Inklusion und Teilhabe"

weiter zu entwickeln und auch entsprechend umzubenennen.

Diese Stellenausschreibung erfolgt im Vorgriff auf die in Kürze zu erwartende diesbezügliche Organisationsentscheidung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Im Zusammenhang mit der beabsichtigten Umstrukturierung ist zu erwarten, dass die Wohneinrichtung (Internat) aus der Abteilung herausgelöst wird, und die Abteilung gleichzeitig um alle für die Inklusion bedeutsamen Aufgaben aus anderen Abteilungen angereichert wird. Der Schwerpunkt der zukünftigen Abteilung „Zentrum für Beratung, Teilhabe und Inklusion" am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Braunschweig wird in der fachpädagogischen Gestaltung einer erfolgreichen Inklusion und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung liegen. Im Mittelpunkt steht dabei ein sich verstärkt nach außen richtendes aktives Angebot an Beratung, Diagnostik und Fortbildung für Betroffene, Personensorgeberechtigte und Personen, die in der Bildung und Förderung von Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung tätig sind.

Reformvorhaben sind aktiv zu begleiten und zu unterstützen. Eigeninitiative und hohes Engagement wird bei der Fortentwicklung der Zukunftsfähigkeit der Angebote der Abteilung und der Ausrichtung dieser Angebote auf die Anforderungen der UN-BRK und einer inklusiven Gesellschaft erwartet. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Landesbildungszentren für Hörgeschädigte können sich veränderte Anforderungen an die Dienstposteninhaberin / den Dienstposteninhaber ergeben. Eine Änderung der Zuordnung der Aufgaben insbesondere im Zuge des aktuell laufenden Projektes „Zukunftsoffensive Inklusion" bleibt vorbehalten.

Der Abteilungsleitung der zukünftigen Abteilung „Zentrum für Beratung, Inklusion und Teilhabe" werden insbesondere folgende Aufgaben obliegen:

  • Stärkung der Strukturen, die zur Unterstützung der Inklusion und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung erforderlich sind
  • Stärkung und Umstrukturierung der ambulanten, teilstationären (insbes. des eigenen Hörgeschädigtenkindergartens des LBZH) in Richtung auf inklusive Angebote im Bereich der frühkindlichen Förderung und Begleitung von Kindern mit einer Hörbeeinträchtigung (Hörfrühförderung, Förderung in Sonder-, Integrations- und Regelkindergärten)
  • Stärkung und Umstrukturierung der ambulanten und inklusiven Angebote im Bereich der schulischen Förderung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung

(Mobiler Dienst Hören) mit Begutachtungen zum Förderschwerpunkt Hören inkl. der Koordination des Einsatzes der Lehrkräfte im Mobilen Dienst, einschl. der

Begleitung des Übergangs von Schülerinnen und Schülern der Förderschule Hören des LBZ in Regelschulen sowie Zusammenarbeit mit den Regelschulen

  • Ausrichtung des pädagogisch audiologischen Beratungszentrums auf zunehmende Aufgaben im Bereich inklusiver Angebote
  • Planung und Durchführung von Multiplikatorenveranstaltungen und -schulungen

in den Bereichen der frühkindlichen Förderung von Kindern mit einer Hörbeeinträchtigung, des Mobilen Dienstes Hören und des pädagogisch audiologischen Beratungszentrums

  • Stärkung der zur Unterstützung der Strukturen, die für die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung erforderlich sind, in allen Förder-, Bildungs- und Ausbildungszusammenhängen
  • Unterstützung, Ausbau und Berücksichtigung der verschiedensten Aspekte der Kultur der Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung, u. a. der Deutschen Gebärdensprache, auch bei der Planung und Gestaltung inklusiver Zusammenhänge
  • Weiterentwicklung medienpädagogischer Angebote für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung in inklusiven Angeboten und in der Förderschule Hören

· Planung und Durchführung von Peergroup-Veranstaltungen für in inklusiven Angeboten und im Landesbildungszentrum geförderte und beschulte Kinder und Jugendliche mit einer Hörbeeinträchtigung

· Planung und Durchführung von Veranstaltungen für Eltern der Kinder und Jugendlichen mit einer Hörbeeinträchtigung, die in inklusiven Angeboten und im Landesbildungszentrum gefördert oder beschult werden.

Die Aufgaben beinhalten insbesondere:

  • die Produktgruppenverantwortung auf der Grundlage der mit dem Direktor / der Direktorin geschlossenen Zielvereinbarung; Entscheidungen im Zuständigkeitsbereich erfolgen selbstständig und eigenverantwortlich; Verantwortung für die Qualität der Leistungserbringung und die Wirtschaftlichkeit im Zuständigkeitsbereich und damit für die von dieser Einheit erstellten Produkte (Produktgruppenverantwortung) wird wahrgenommen,
  • die Sicherstellung der zielorientierten, zweckmäßigen und aufgabengerechten Erledigung der Dienstgeschäfte der Abteilung unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und der Qualitätssicherung,
  • die pädagogische Gesamtverantwortung für die Abteilung,
  • die Wahrnehmung der Aufgaben als Fachvorgesetzte/r der Kindergarten- und Internatsleitung (bis zur Herauslösung des Internats aus der Abteilung) sowie der übrigen Bediensteten der Abteilung

Es wird die Bereitschaft gefordert, Organisations- und Personalentwicklung, Qualitätsmanagement, Einrichtungsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit, Internetpräsenz, Hospitationen), Partnerschaften mit anderen Einrichtungen sowie die Entwicklung und Umsetzung von konzeptioneller Arbeit und insbesondere die Weiterentwicklung des LBZH als inklusive Einrichtung aktiv zu begleiten.

Der Dienstposten verlangt ein hohes Engagement, das auch über normale Dienstzeiten hinausgehen kann. Dazu gehören:

  1. Prinzipielle Präsenzpflicht während der gesamten Dienstzeiten
  2. Partielle Anwesenheit und Übernahme von Vertretungsaufgaben der Direktion auch in den Schulferien bzw. unterrichtsfreien Zeiten

Gesucht wird eine einsatzfreudige, vielseitige und verantwortungsbewusste Persönlichkeit mit vielfältigen Erfahrungen im Bereich der Hörgeschädigtenpädagogik (Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik). Sie sollte möglichst langjährige und fundierte Kenntnisse im Zusammenhang mit pädagogischen und organisatorischen Aufgaben in verschiedenen Handlungsfeldern der Hörgeschädigtenpädagogik nachweisen. Erfahrungen im Bereich der inklusiven Förderung und Beschulung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher sind wünschenswert.

Der Dienstposten ist nur eingeschränkt teilzeitgeeignet. Er erfordert bei möglicher geringfügiger Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit die weitest gehende Flexibilität der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers während der regelmäßigen fünftägigen Wochenarbeitszeit je nach dienstlichen Erfordernissen (Termine u. a.).

Das Land Niedersachsen fördert verstärkt die berufliche Entwicklung von Frauen insbesondere in den Bereichen und Positionen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Bewerbungen von Frauen werden daher im Sinne des NGG besonders begrüßt.

Die Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten sind willkommen.

Der Gleichstellung von schwerbehinderten und nicht schwerbehinderten Beschäftigten sieht sich das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in besonderer Weise verpflichtet und begrüßt deshalb Bewerbungen von Bewerberinnen und Bewerbern mit Behinderungen. Bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Bewerbungen schwerbehinderter Menschen bevorzugt berücksichtigt, soweit nicht in der Person der anderen Bewerberinnen oder Bewerber liegende Gründe von größerem rechtlichem Gewicht entgegenstehen. Eine Schwerbehinderung / Gleichstellung bitte ich zur Wahrung Ihrer Interessen bereits in der Bewerbung mitzuteilen und entsprechend zu dokumentieren.

Im Zuge Ihrer Online-Bewerbung werden von uns die nachfolgend aufgezählten persönlichen Bewerbungsdaten von Ihnen erhoben und verarbeitet:

· Name, Vorname

· Geburtsdatum

· Adresse

· Telefonnummer

· E-Mail

· Bildungsabschlüsse

· Berufliche Vortätigkeiten

· Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate)

Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer persönlichen Bewerbungsdaten erfolgt ausschließlich zweckgebunden für die Besetzung vorstehend ausgeschriebenen Stelle. Eine Löschung Ihrer persönlichen Bewerbungsdaten erfolgt grundsätzlich nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens. Dies gilt nicht, sofern gesetzliche Bestimmungen einer Löschung entgegenstehen, die weitere Speicherung zum Zwecke der Beweisführung erforderlich ist oder Sie einer längeren Speicherung ausdrücklich zugestimmt haben.

Auskünfte zum Dienstposten erteilt die Direktorin des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte Braunschweig, Frau Knolle (Tel. 0531/26468-10).

Bewerbungen sind bis zum 31.07.2018 auf dem Dienstweg an das

Niedersächsische Landesamt für

Soziales, Jugend und Familie

Team Z 1

Domhof 1

31134 Hildesheim

zu richten.

Bewerbungsgespräch - 2 Frauen und 1 Mann an einem Tisch  
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