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Fachtagung

Fachtagung "Eingliederungshilfe" am 14.11.2008
im Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, Außenstelle Oldenburg

Veranstalter:

• Arbeitskreis Weser-Ems der kinder- und jugendärztlichen Dienste in den Gesundheitsämtern
• Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (LS), Team "Fachberatung im Landesärztlichen Dienst für Menschen mit Hör- und Sprachstörungen"

Am 14.11.2008 fand eine gemeinsame Fachtagung des Arbeitskreises Weser-Ems der kinder- und jugendärztlichen Dienste in den Gesundheitsämtern mit dem Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Oldenburg statt. Dipl.-med. Astrid Gäde als Leiterin des Arbeitskreises und Manfred Flöther als Leitender Fachberater im Landesärztlichen Dienst für Menschen mit Hör- und Sprachstörungen begrüßten über 50 Teilnehmer/innen.

Die enge Verzahnung der niedersächsischen Sprachheilberatung mit den kinder- und jugendärztlichen Diensten spiegelte sich auch im Programm wieder:

Claudia Schröder, Abteilungsdirektorin im LS, gab im Einführungsreferat über die juristischen Grundlagen der Eingliederungshilfe einen differenzierten Überblick über Aufbau und Wurzeln der Eingliederungshilfe in Deutschland, speziell in Niedersachsen. Dabei wurden im intensiven Austausch mit dem Auditorium Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag erörtert.

Sabine Roos (Ärztin im Gesundheitsamt des Landkreises Wittmund) und Manfred Flöther (LS) nahmen das sprachgestörte Kind in den Blick und thematisierten differenzialdiagnostische Fragen. Neben der Notwendigkeit einer guten Vernetzung mit Fachleuten und Einrichtungen wurden auch Aspekte der Elternberatung und -unterstützung in konstruktiven Diskussionen mit den Tagungsgästen diskutiert. Die besondere Bedeutung einer guten Hördiagnostik wurde dabei betont.

Ulrike Marks (Förderschule Varel) stellte anschaulich das Konzept einer erfolgreichen integrativen Arbeit vor, wobei sie von Susann Garbrecht (Grundschule Obenstrohe) als Kooperationspartnerin unterstützt wurde. Der Einsatz einer Integrationshilfe wurde unter Abwägung vor- und nachteiliger Aspekte kritisch gewürdigt - Möglichkeiten und Grenzen schulischer Integration wurden deutlich, aber auch die Bedeutung gesellschaftlicher Bedingungen und persönlicher Einstellungen. Der durch intensiven Austausch mit dem Plenum gewürdigte Erfahrungsbericht zeigte auch auf, dass alle Beteiligten (alle Schüler/innen und Lehrkräfte, Eltern etc.) von einer Integration profitieren können.

Auch Dr. Annette Ostermann (Landesschulbehörde) zeigte in Ihrem Vortrag aus schulpsychologischer Sicht die Bedingungen für Inklusion bzw. Integration in der Schule auf. Anhand konkreter Beispiele beim Störungsbild des "Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts- Syndrom" (ADHS) wurden Möglichkeiten der Unterstützung durch Integrationshilfen dargestellt - allerdings auch in der anschließenden Diskussion kritisch hinterfragt.

Die rege Teilnahme und die angeregten Fachgespräche auf dieser Tagung spiegelten den Bedarf an diesem Fortbildungsangebot wider und veranlassten Dipl.-med. Astrid Gäde und Manfred Flöther im Resümee, den Ausblick auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr zu wagen.

In der Downloaddatei sind folgende Inhalte enthalten:

Programm der Tagung

Juristische Grundlagen der Eingliederungshilfe
Claudia Schröder - Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
(Folien der Power-Point-Präsentation / Text des Vortrags )

Das sprachgestörte Kind: Integrations- oder Sprachheilkindergarten? (Folien der Power-Point-Präsentation)
Manfred Flöther - Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Sabine Roos - Gesundheitsamt im Landkreis Wittmund

Möglichkeiten und Grenzen schulischer Integration in der Grundschule (Folien der Power-Point-Präsentation)
Ulrike Marks - Förderschule Varel

Über diesen Link können Sie die Informationen der Veranstaltung als Datei herunterladen ...

Informationszeichen auf einer gedruckten Seite mit vielen Schriftzügen "Information"

© Maksym Yemelyanov - Fotolia.com

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