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Anerkennungsverfahren von im Ausland abgeschlossenen Ausbildungen

Wichtige Hinweise zum Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit von Gesundheitsfachberufen und Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung


Bitte lesen Sie vor Antragstellung alle Informationen sorgfältig durch. Der Antrag kann nur bearbeitet werden, wenn alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Reichen Sie aus diesem Grund nur Anträge mit vollständigen Unterlagen ein. Das Nachfordern von Unterlagen verlängert das Verfahren erheblich.

Persönliche Vorsprache ist in der Regel nicht erforderlich und kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Die Pförtnerin / der Pförtner am Eingang kann Ihnen ohne erfolgte Terminabsprache den Einlass verweigern. Wenn Sie den Weg zu uns auf sich nehmen möchten, wollen wir vorbereitet sein, damit wir Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten können. Aus diesem Grund bitten wir von unangekündigtem Besuch abzusehen. Fragen zur Bearbeitungsdauer können von uns nicht beantwortet werden. Wir sind immer um eine schnellstmögliche Bearbeitung bemüht und halten uns in jedem Fall an die gesetzlichen Vorgaben. Eingereichte Unterlagen werden i. d. R. nicht zurück gesandt.

Bei Fragen zum Antragsverfahren erreichen Sie uns wie folgt:

Telefon: 04131 – 15 – 0

E-Mail: 4SL3@ls.niedersachsen.de

Telefonische Sprechzeiten:

montags bis donnerstags jeweils von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr

freitags und an Tagen vor Feiertagen: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Antragstellung auch von anderen Stellen umfassend beraten zu lassen, insbesondere zu Fragen der finanziellen Unterstützung. Unsere Behörde kann leider keine finanzielle Unterstützung gewähren. Nutzen Sie z. B. folgende Beratungsangebote und fragen Sie dort ggf. auch nach Finanzierungsmöglichkeiten:

· IQ-Netzwerk Niedersachsen: www.migrationsportal.de/angebote/migrantinnen-migranten.html

· Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de/fuer-menschen-aus-dem-ausland

· Anerkennung in Deutschland: www.anerkennungszuschuss.de

Erforderliche Unterlagen zum Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit von Gesundheitsfachberufen und Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung:

Ihrem Antrag sind zwingend folgende Unterlagen beizufügen:

  • Tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf in deutscher Sprache
  • Einfache Kopie eines Identitätsnachweises (Personalausweis/Reisepass)

  • Ihr Diplom in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung sowie ggf. eine Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung in Ihrem Herkunftsstaat in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU genügt zunächst die Vorlage des Diploms / Ihrer Berechtigung in Ihrer Heimatsprache.)

  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung aus der die theoretischen und praktischen Unterrichtsfächer mit Stundenumfang der Ausbildung / des Studiums hervorgehen.

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)

  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung über die während der Ausbildung / des Studiums absolvierten Praktika mit Angaben zu den Tätigkeitsmerkmalen und dem Stundenumfang.

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)

  • Ein individualisiertes Curriculum mit aufgeschlüsselten Inhalten

    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)

  • Sollten Sie noch keinen Wohnsitz in Niedersachsen haben, sondern die Absicht in Niedersachsen einer Ihrer beantragten Berufsbezeichnung entsprechende Tätigkeit ausüben zu wollen: Unterlagen, die die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichtserklärung in Niedersachsen arbeiten zu wollen belegen. Zum Beispiel: Stellengesuche, Bewerbungsschreiben oder Kontaktaufnahmen einer beauftragten Personalvermittlungsagentur

  • Sonstige Befähigungsnachweise, sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit geeignet sind in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung

  • Soll das Antragsverfahren nicht über Sie persönlich abgewickelt werden, sondern z. B. über eine Personalvermittlungsagentur oder eine andere Person Ihres Vertrauens, so ist eine von Ihnen persönlich erstellte Vollmacht im Original erforderlich. Sofern die Kosten des Antragsverfahrens einschließlich ggf. erforderlicher Gutachten von der bevollmächtigten Person übernommen werden, ist dem Antrag außerdem eine entsprechende Bestätigung der bevollmächtigten Person im Original beizufügen.

Sofern nicht anders angegeben, sind alle Dokumente mittels beglaubigter Kopie vorzulegen. Amtlich beglaubigte Kopien können von jeder öffentlichen Stelle ausgestellt werden, die ein Dienstsiegel führt. Dies sind insbesondere folgende Institutionen: Behörden (Stadt-, Gemeinde, Kreisverwaltungen), Diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, die Botschaft des Landes, aus dem das Dokument stammt, sonstige zur amtlichen Beglaubigung befugte Stellen (öffentliche Sparkassen, Notare, Pfarrämter). Nicht: Übersetzer, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte.

Akzeptiert werden können nur Übersetzungen, die in Deutschland oder im Ausland von einem /einer öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/-in oder Übersetzer/-in angefertigt wurden. Im Ausland angefertigte Übersetzungen müssen von einer Institution stammen, die in diesem Land zu einer vereidigten Übersetzung (oder einem Äquivalent dazu) befugt ist.

Nur bei Bedarf werden von uns folgende Unterlagen zusätzlich angefordert:

  • Nachweise über bereits vorhandene Berufserfahrung in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung.
  • Konformitätsbescheinigung des Heimatstaates.

Erst wenn eine Gleichwertigkeit festgestellt wurde, müssen Sie in einem gesonderten Verfahren zur Erteilung der entsprechenden Berufsurkunde Ihre gesundheitliche Eignung und Ihre Zuverlässigkeit durch entsprechende Unterlagen nachweisen sowie über entsprechende Deutschkenntnisse verfügen. Bzgl. der deutschen Sprachkenntnisse müssen Sie nachweisen, dass Sie über Kenntnisse mindestens dem Niveau B2 - in der Logopädie C1 - (gemäß dem Europäischen Referenzrahmen) verfügen. Um zusätzliche Kosten für Sie zu vermeiden, legen Sie uns diese Unterlagen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bitte noch nicht vor. Wir fordern Sie hierzu gesondert auf.

Kosten, die im Wege des behördlichen Anerkennungsverfahrens auf Sie zukommen:

Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU, für die eine automatische Anerkennung gesetzlich vorgesehen ist, fallen für Sie lediglich Kosten für das Verfahren der Urkundenerteilung an. Die Gebühr beträgt derzeit 53,- Euro.

Bei allen anderen Anträgen richtet sich die Höhe der Gebühr für einen Feststellungsbescheid nach dem tatsächlichen Arbeitsaufwand. In der Regel müssen Sie für einen Feststellungsbescheid jedoch mit Kosten in Höhe von ca. 200,- Euro rechnen. Damit Ihre Ausbildung inhaltlich bewertet werden kann, sind oftmals externe fachliche Gutachten erforderlich. Die zentrale Gutachtenstelle in Bonn erhebt derzeit pro Gutachten eine Gebühr in Höhe von 515,- Euro. Diese Kosten werden durch uns verauslagt, müssen von Ihnen aber – zusätzlich zu den Gebühren des Feststellungsbescheides – erstattet werden. Kann eine vollständige Gleichwertigkeit nachgewiesen werden, kommen weitere Kosten in Höhe von derzeit 53,- Euro für das Verfahren der Urkundenerteilung auf Sie zu.

Bitte beachten Sie, dass Bearbeitungsgebühren auch bei einer Ablehnung oder Zurückziehung des Antrages ganz oder teilweise anfallen können.

Haben Sie Ihren Wohnsitz außerhalb Deutschlands und existiert auch keine Rechnungsadresse in Deutschland, müssen Sie damit rechnen, dass die Auslagen für erforderliche Gutachten sowie die ungefähren Kosten des Verfahrens durch Sie im Voraus zu entrichten sind und eine Antragsbearbeitung erst nach Zahlungseingang erfolgen wird.

Kosten für Übersetzungen, Ausgleichsmaßnahmen etc. sind ebenfalls durch Sie zu tragen, können von uns aber nicht beziffert werden.


Bitte schicken Sie den vollständigen Antrag postalisch an folgende Anschrift:

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Lüneburg
Postfach 2280
21312 Lüneburg

Telefonisch erreichen Sie uns unter der Telefonnummer: 04131 – 15 – 0 (montags – donnerstags zwischen 09:00 Uhr und 15:00 Uhr, freitags und vor Feiertagen zwischen 09:00 Uhr und 12:00 Uhr)


Mit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung zum 25.05.2018 hat das Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie seine Datenschutzerklärung erneuert.

Durch die Hinterlegung Ihrer Daten willigen Sie in die Speicherung dieser Daten ein.

Über folgendes Kontaktformular können Sie uns erreichen:

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