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Demokratie und Toleranz

Das Land Niedersachsen fördert auf der Grundlage der Richtlinie „Demokratie und Toleranz" vom 14.11.2017 Maßnahmen, die Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft entgegenwirken und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus sowie Antisemitismus und/oder für Demokratie und Toleranz setzen. Hierdurch soll die Akzeptanz und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Schule, Gesellschaft und Arbeitswelt gefördert und das Entgegentreten gegen integrations- und teilhabehemmende Bestrebungen und Vorurteile gestärkt werden.

Gefördert werden insbesondere Projekte, die für demokratische Werte und ein tolerantes Verhalten sensibilisieren und die Teilnehmenden ermuntern und befähigen, für Menschenrechte und Vielfalt einzutreten.

Als Maßnahmen kommen zum Beispiel Informationsveranstaltungen (ggf. mit musikalischem oder künstlerischem Rahmenprogramm), Schulprojekte und Jugendkongresse in Betracht sowie Projekte mit Vorbildcharakter oder Projekte von landesweiter Bedeutung. Eine Kofinanzierung von Projekten, die im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben" gefördert werden, ist grundsätzlich möglich.

Ein besonderer Schwerpunkt der Richtlinie liegt in der Rechtsextremismusprävention. Durch Projekte und Maßnahmen sollen die Teilnehmenden durch Vermittlung grundlegenden Wissens für die Gefahren des Rechtsextremismus sensibilisiert und so in die Lage versetzt werden, die Gefahren von diskriminierenden und menschenfeindlichen Verhaltensweisen und Einstellungen zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren.

Mit Vorrang werden folgende Projekte gefördert:

- Projekte im ländlichen Raum
Projekte, die in nicht städtisch geprägten Räumen durchgeführt werden.

- Projekte, die Genderaspekte besonders berücksichtigen
Geschlechtergerechte Projekte, die nicht allein Frauen ansprechen, sondern auch Männer zur Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichstellung veranlassen.

- Projekte, die die Inklusion fördern
Projekte, an denen alle Mitglieder der Gesellschaft teilnehmen können und von denen keine gesellschaftliche Gruppe ausgenommen wird.

- Qualitativ hochwertige Maßnahmen,
mit denen aktuelle wissenschaftliche Handlungsempfehlungen zur Prävention von Rechtsextremismus praktisch umgesetzt werden.

Anträge können von Gebietskörperschaften sowie von deren Zusammenschlüssen in der Rechtsform einer juristischen Person des öffentlichen Rechts gestellt werden. Weiterhin antragsberechtigt sind sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts.

Bei der Zuwendung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Projektförderung in Form einer Anteilfinanzierung.

Zuwendungsfähig sind die im direkten Zusammenhang mit dem Projekt stehenden notwendigen Personal- und Sachausgaben. Die Höhe der Zuwendungen beträgt grundsätzlich bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben und bei Schulprojekten bis zu 90 %.

Die Höhe der Zuwendung muss mindestens 2.500 € betragen.

Die Bewilligungsbehörde gibt gern weitere Auskünfte und unterstützt bei der Antragstellung.

Bewilligungsbehörde:
Niedersächsisches Landesamt
für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Oldenburg
"Migration und Teilhabe"
Moslestraße 1
26122 Oldenburg

Ansprechpartner:

Herr Schindler
Telefon: 0441 2229-7305
E-Mail: rainer.schindler@ls.niedersachsen.de


Richtlinie: Richtlinie Demokratie und Toleranz

Antragsformular: Antrag Demokratie und Toleranz






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