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Migration, Teilhabe und Vielfalt

Mit der Richtlinie Migration, Teilhabe und Vielfalt fördert das Land Niedersachsen Projekte, die dem gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Stärkung der gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte dienen.

Gefördert werden die notwendigen Personal- und Sachausgaben für innovative Projekte wie z.B. Veranstaltungen, Qualifizierungsprojekte sowie die Erstellung geeigneter Medien mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten, die sich an Menschen mit und ohne Migrationshintergrund richten und zusammen mit Migrantenorganisationen umgesetzt werden.

Anträge können von Gebietskörperschaften und Zusammenschlüssen von Gebietskörperschaften in der Form einer juristischen Person des öffentlichen Rechts als auch von juristischen Personen des privaten Rechts, soweit deren Zweck nicht vorrangig auf eine wirtschaftliche Tätigkeit gerichtet ist, gestellt werden.

Bei der Zuwendung handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Projektförderung in Form einer Anteilfinanzierung.

Zuwendungsfähig sind die notwendigen Personal- und Sachausgaben. Die Zuwendung beträgt maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Für die Antragstellung sind folgende Stichtage zu beachten:

  • 30. April für Projekte, die im 2. Halbjahr des laufenden Jahres beginnen,
  • 31. Oktober für Projekte, die im 1. Halbjahr des Folgejahres beginnen.

Projekte, die im ersten Halbjahr 2018 beginnen, sollten folgende Themenschwerpunkte aufgreifen:

  • Projekte, die das Thema Inklusion aufnehmen

(Hierbei soll die Mehrheit der Teilnehmenden einen Migrationshintergrund haben.)

  • Geschlechtergerechte Projekte

(Nicht allein Frauen sollen durch Projekte angesprochen werden, sondern z. B. auch Männer mit Zuwanderungsgeschichte sollen sich mit dem Thema Gleichstellung auseinandersetzen.)

  • Projekte, die die Interkulturalität in der Gesellschaft fördern

(Hiermit ist gemeint, dass das Aufeinandertreffen und der Austausch zwischen den Kulturen, z. B. in kultureller, sprachlicher und religiöser Hinsicht, ein wesentliches Element für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe und gegenseitige Akzeptanz ist. Kulturelle Unterschiede werden wechselseitig erfahrbar gemacht. Dies betrifft nicht nur die kulturellen Unterschiede Zugewanderter zur Kultur der Aufnahmegesellschaft, sondern auch die verschiedenen Kulturen der zugewanderten Menschen untereinander. Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung von Kommunalverwaltungen fallen nicht darunter.)

  • Projekte, die den Arbeitsmarktzugang unterstützen

(Gefördert werden Projekte zur arbeitsmarktbezogenen Qualifizierung. Hierunter fallen fachliche oder fachsprachliche Angebote sowie Maßnahmen, die niedrigschwellig zur Verbesserung der individuellen Arbeitsmarktsituation beitragen. Die Maßnahmen müssen sich hinsichtlich Konzeption oder Zielgruppe von den Regelangeboten zur Arbeitsmarktförderung abgrenzen.)


Projektanträge, die den genannten Themenschwerpunkten entsprechen, wird Vorrang vor den „übrigen" Anträgen eingeräumt. Eine Förderung von Projekten, die die Themen nicht aufgreifen, ist gleichwohl im Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel möglich.

Weitere Auskünfte und Unterstützung bei der Antragstellung erhalten Sie von der Bewilligungsbehörde:


Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Oldenburg
"Migration und Teilhabe"
Moslestraße 1
26122 Oldenburg

Ansprechpartnerin:

Frau Schmalriede
Telefon: 0441 2229-7414
E-Mail: karin.schmalriede@ls.niedersachsen.de

Richtlinie: Richtlinientext Migration, Teilhabe und Vielfalt

Antragsformular: Antrag RL Migration, Teilhabe und Vielfalt


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